Fortbildungskosten absetzen? So geht’s!

Ein Leben lang lernen – was lange eher als Floskel angesehen wurde, ist inzwischen nicht nur salonfähig. Lernen und den eigenen Horizont erweitern ist in einer sich verändernden Berufswelt längst Normalität.

Lange war einzig und allein die Ausbildung in Form der Sonderausgaben abzugsfähig. Inzwischen hat sich diese Sicht gewandelt.

Wer im Beruf bestehen und vielleicht die Karriereleiter nach oben klettern will, muss sich weiterbilden. Die Finanzämter lassen mittlerweile das Absetzen von Kosten für die Weiterbildung zu.

Bei Abgabe der Steuererklärung zieht das Finanzamt den Betrag der Fortbildungskosten als Werbungskosten von dem zu versteuernden Einkommen ab und berechnet anschließend die zu zahlende Steuer.

Je mehr Werbungskosten Sie haben desto geringer ist die zu zahlende Steuer. Es kann sogar sein, dass Sie einen Teil Ihrer gezahlten Steuern zurückbekommen. Diese werden bei Abgabe der Steuererklärung nach einigen Wochen Bearbeitungszeit vom Finanzamt auf Ihr angegebenes Konto ausgezahlt.

FAZIT: Die Absetzbarkeit der Fort- und Weiterbildung verringert nicht nur das zu versteuernde Einkommen, es erhöht die Chancen am Arbeitsmarkt.

Was genau sind Fortbildungskosten im steuerlichen Sinne?

Im Steuerrecht ist eine berufliche Fort- oder Weiterbildung jede Bildungsmaßnahme, die Sie als Arbeitnehmer nach Ihrer abgeschlossenen Ausbildung in Anspruch nehmen. Dazu zählen zum Beispiel Lehrgänge, Seminare, Abendkurse und Umschulungen.

Damit Ihre Fortbildung steuerlich anerkannt wird, muss sie Ihnen ermöglichen, Ihre „berufliche Handlungsfähigkeit zu erhalten und anzupassen oder zu erweitern und beruflich aufzusteigen“. So steht es im Berufsbildungsgesetzt (BBiG) § 1. Eine Weiterbildung hingegen kann auch die Umschulung zu einem ganz neuen Beruf sein. Das heißt: Eine Fortbildung oder Weiterbildung muss Ihre berufliche Qualifikation fördern – entweder innerhalb Ihres derzeitigen Berufs oder darüber hinaus.

Sind diese Kriterien erfüllt, unterstützt der Staat Ihre Mühen und Sie können die Kosten für Ihre Fort- oder Weiterbildungen als Werbungskosten absetzen.

Wichtig!!!

Den privaten Besuch einer Kochschule oder den Sprachkurs für den nächsten Familienurlaub können Sie nicht steuerlich geltend machen, da hier der berufliche Bezug fehlt.

Auf der sicheren Seite sind Sie, wenn Sie sich eine Bescheinigung des Veranstalters sowie Ihres Arbeitgebers über die berufliche Veranlassung der Fortbildung geben lassen.

Bist du als Arbeitslos bzw. Arbeitsuchender gemeldet,  leistest  Kurzarbeit, oder bist von einer Arbeitslosigkeit bedroht? Dann kannst du bei der Bundesagentur für Arbeit bzw. beim Jobcenter einen Bildungsgutschein beantragen (mehr …)

Wenn es um Fitness und Gesundheit geht, scheint es jeder besser zu wissen. Hier lernst du, was wirklich richtig ist und hebst dich von der Masse ab. Starte Deine Weiterbildung als Fitness Trainer, Gesundheitstrainer oder Gruppentrainer!

Immer mehr Menschen leiden an ernährungsbedingten Erkrankungen. Starte deine Ausbildung als Ernährungsberater und lerne, was “richtige Ernährung” ist und wie du anderen damit helfen kannst.

Massagen sind ein bewährtes Mittel, um dem stressigen Alltag zu entrinnen und zu entspannen. Starte jetzt deine Massageausbildung mit vielseitigen Modulen und Anwendungsbereichen!

Die anhaltenden Diskussionen über eine Reform der staatlichen Gesundheitsversorgung zeigen deutlich, dass der Faktor „Gesundheit“ immer stärker zum Wirtschaftsfaktor wird. Die Kürzungen im Gesundheitssystem machen eine aktive Mitarbeit des Einzelnen heutzutage zur Notwendigkeit.

Dank der ständig steigenden Qualität der medizinischen Dienstleistungen hat sich die durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland in den letzten Jahren merklich erhöht. Statistisch wird davon ausgegangen, dass ein Neugeborenes heute (abhängig von seinem Geschlecht) eine durchschnittliche Lebenserwartung von 75,6 (männlich) bzw. 81,3 Jahren (weiblich) hat. Vor 30 Jahren lagen diese Zahlen noch mit 67,3 (männlich) bzw. 73,5 Jahren (weiblich) ca. 8 Jahre unter dem heutigen Durchschnitt. Durch diesen demographischen Wandel und dem technischen Fortschritt steigt das Interesse an Gesundheit. Schon jetzt trägt die Erhaltung der Gesundheit einen großen Teil zum Lebensstil bei.

Durchschnittlich geben Deutsche schon heute pro Jahr ca. 900 € zusätzlich zur Krankenversicherung für ihre Gesundheit aus. Diese Tatsache hat mittlerweile schon zur Prägung eines neuen Begriffes geführt: Der „zweite Gesundheitsmarkt“. So bezeichnen Experten und Medien mittlerweile diesen Teil der Gesundheitsleistungen, die vollständig von privaten Ausgaben getragen werden.

Nach einer Studie der Roland Berger Strategy Consultants hat der „Zweite Gesundheitsmarkt“ in Deutschland 2007 ein Volumen von rund 60 Milliarden Euro und die Kaufbegeisterung zieht sich quer durch alle Schichten. Der „Zweite Gesundheitsmarkt“ ist für alle Arten von Unternehmen attraktiv. Er trägt entscheidend zur Wertschöpfung der Gesundheitswirtschaft bei.

Es gibt heute schon eine zusätzliche Nachfrage von 16 Milliarden Euro. Nur das Angebot fehlt noch. Durch den zweiten Gesundheitsmarkt werden in Zukunft viele Arbeitsplätze entstehen. Insgesamt soll es in der Gesundheitswirtschaft bis 2020 rund eine Million neue Arbeitsplätze geben.

Der beschriebene Wachstumsboom lässt sich allerdings nicht nur auf dem zweiten Gesundheitsmarkt beobachten. So beschreibt der Branchenreport der Creditreform von 2011 das heute über 7 Millionen Menschen in deutschen Fitnessstudios trainieren. Das sind mehr Trainierende als Mitglieder des Deutschen Fußballbunds. 8,5 % der Deutschen betreiben regelmäßig Fitnesssport. Sollte sich die Entwicklung wie in den Niederlanden, Spanien oder Schweden, in denen über 14 % der Einwohner Fitnesstraining betreiben, fortschreiten, so dürfte auch in den nächsten Jahren mit einem deutlichen Wachstum zu rechnen sein.

Allerdings hat sich das Fitnessverhalten deutlich verändert. Aus dem früher übertrieben betriebenem „Bodybuilding“ ist heute ein gesundes und präventives Kraft- und Ausdauertraining geworden. Dadurch wachsen die Anforderungen an die Trainer und die Ausstattung der Studios.

Der Fitnessmarkt wird zu einem Teil des „Zweiten Gesundheitsmarkts“. Immer mehr Menschen in Deutschland wollen gesünder leben. Dadurch entstehen in vielen Bereichen des Fitnessmarkts neue Arbeitsfelder. Der steigenden Nachfrage nach Beschäftigung steht aktuell eine Unterversorgung mit qualifiziertem Personal entgegen. Es sind für den rasant wachsenden Markt nicht genug ausgebildete Fachkräfte vorhanden. Um den Markt mit qualifiziertem Personal auszustatten, müssen die Anstrengungen in die Ausbildung und Weiterbildung von Fachkräften intensiviert werden.

Aus der Ernährungberater A-Lizenz Ausbildung:

Eine ausgewogene Ernährung bildet den Grundstein für ein gesundes und aktives Leben. Dabei geht es nicht um Diäten und Ernährungspläne. Denn nach Kneipp zu essen, bedeutet bewusst zu essen, aber nicht asketisch. Denn Genuss und das Wohlfühlen im eigenen Körper stehen an oberster Stelle. (mehr …)

Die Medical Fitness Academy ist ein zertifizierter und staatlich anerkannter Bildungsträger, welcher entsprechend der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV) den Förderungsrichtlinien der Bundesagentur für Arbeit entspricht und somit zur Annahme von Bildungsgutscheinen berechtigt ist.

Viele unserer Ausbildungen sind nach AZWV / AZAV zugelassen. Die Lehrgangsgebühren können zu 100% von der Bundesagentur für Arbeit übernommen werden. Sollten Sie über einen Bildungsgutschein oder ähnliches verfügen, vereinbaren Sie bitte ein persönliches Beratungsgespräch. Tel.: 030 21 91 30 71

Die gut gemeinten Neujahrsvorsätze überleben in der Regel den Februar nicht. Dafür gibt es zwei gute Gründe:

  1. Wenn wir uns Ziele setzen, die wir erreichen wollen, definieren wir diese Ziele nicht genauer, d.h. wir stellen uns auch keine spezifischen oder realistischen Ziele. Anstelle dessen sprechen wir in vagen Worten, dass wir “Abnehmen“, „gesünder Essen“ und mehr Sport machen wollen.
  2. Zudem setzen wir schon im Vorfeld voraus, dass wir versagen werden. Schließlich haben wir das auch in der Vergangenheit immer wieder erlebt. Auch wenn wir uns selbst einreden, dass alles in diesem Jahr anders wird, verfolgen wir unsere Ziele nur halbherzig. Das führt dazu, dass wir unsere Vorhaben nicht erreichen können oder sie schnell wieder aufgeben.

Hier sind die 10 besten Tipps, die Ihnen helfen können Ihre Ziele und Wünsche leichter zu erreichen, wenn Sie sie in Ihren Alltag integrieren.

1. Definieren Sie Ihr Ziel genauer!

Was bedeutet „Straffung“, was heißt „Gewicht verlieren“ für Sie genau? Warum und wie wollen Sie es erreichen? Und welche gewünschten Ergebnisse möchten Sie erzielen?

Wenn Sie sich ein neues Ziel aufstellen, dann sollten Sie Ihr Ziel genauer definieren und Ihr Handeln zielorientiert gestalten. Das ist ein Erfolgsgrundstein.

Für die Definition von Zielen bewährt sich die sogenannte SMART-Regel. Deshalb überprüfen Sie ihre Ziele durch die SMART-Regel.

  • Ist Ihr Ziel spezifisch auf Sie zugeschnitten?
  • Ist Ihr Ziel messbar?
  • Ist Ihr Ziel ausführbar und erreichbar?
  • Ist Ihr Ziel realistisch und relevant für Sie
  • Und ist es terminierbar und zeitlich gerahmt?

Wenn nicht, dann sollen Sie Ihr Ziel noch genauer definieren, dass es zur Smart-Regel passt. Nur so können Sie vergleichen und erkennen, ob Sie Ihr Ziel erreicht haben oder nicht.

Ein genau definiertes Ziel wäre „Ich möchte bis März 5 kg an Körpergewicht verlieren“. nur so können Sie sich eine genauere Vorstellung davon machen, was und wie Sie ihre Ziele erreichen können. Das zeigt uns wie notwendig es ist, ein Ziel SMART zu gestalten.

2. Seien Sie aktiv, wann Sie können!

Wenn Sie das nächste Mal in Ihr Auto steigen, um eine 15-minütigen Fahrt zu tätigen, sollten Sie sich überlegen, ob das zwingend notwendig ist oder, ob Sie nicht auf das Auto verzichten können. Haben Sie einen engen Zeitplan? Werden Sie zu spät zu Ihrem Date kommen? Wenn nicht, dann steigen Sie aus, gehen Sie zu Fuß/laufen Sie zu Ihrem Termin statt hinzufahren. Nehmen Sie sich die Zeit für etwas Bewegung. Dies ist das Prinzip hinter „seien Sie aktiv, wann Sie können“. Es ist nur selbstverständlich, dass es nicht immer möglich ist, regelmäßig zu trainieren. Daher sollten Sie jede Gelegenheit nutzen, um Ihre Aktivität zu steigern.

3. Essen Sie mehr Obst und Gemüse

Obst und Gemüse enthalten gesundheitsfördernde Vitamine, Mineralien, Ballaststoffe und sekundäre pflanzliche Stoffe. Daher sollten Sie im Idealfall fünf Portionen davon pro Tag zu sich nehmen. Natürlich ist es schwer immer daran zu denken. Aber wenn Sie Obst und Gemüse über den Tag verteilen, können Sie Ihren täglichen Bedarf an gesundheitsfördernden Vitaminen, Mineralien, Ballaststoffen und sekundären pflanzlichen Stoffen so decken.

Verlassen Sie z.B. nie das Haus ohne zumindest eine Portion zu sich genommen zu haben. Sie können beispielweise den Tag mit einem Frucht-Smoothie oder frischem Saft beginnen. Nehmen Sie einen Salat als Beilagen zum Mittagessen, etwas Gemüse zum Abendessen. Sie können auch Obst und rohes Gemüse als Snacks zwischen den Mahlzeiten verwenden oder getrocknetes Obst essen.

4. Besuchen Sie häufiger und regelmäßiger das Fitness-Studio

Laut einer Studie der Fitness Industry Association ist der häufige Besuch eines Fitness Studio in den Anfangszeiten (nach dem Beitritt) maßgebend für den zukünftigen erwünschten Erfolg und trägt zum Erhalt der Motivation „Das Training weiter zu verfolgen“ bei.

Fast 30% aller neuen Fitnessstudio-Mitglieder gehen weniger als einmal wöchentlich in den ersten Monaten zum Fitness. Diese Mitglieder sind am ehesten, die das Training fallen lassen und werden schnell zur „Kartei-Leichen“ die ihre Beiträge zwar brav zahlen, aber nicht mehr ins Fitness-Studio gehen und bei nächster Gelegenheit ihre Mitgliedschaft kündigen.

Also, wenn Sie sich in einem Fitnessstudio angemeldet haben, dann gehen Sie besonders am Anfang häufiger hin, bis es zur Gewohnheit und zu einem Teil Ihres Alltags geworden ist. 😉

5. Seien Sie Körperbewusst

Die Zahl der Pilates- und Yoga-Liebhaber steigt stetig. Durch das regelmäßige Pilates- oder Yoga-Training nimmt man den eigenen Körper bewusst wahr. Somit entwickelt man ein Körperbewusstsein. Dieses Körperbewusstsein beleibt erhalten, auch wenn man das Training beendet hat.

Der wichtigste Punkt ist eine korrekte Körperhaltung zu entwickeln. Um dies zu ermöglichen sollen Sie Ihren Körper regelmäßig „scannen“, indem Sie Ihren Körper und Ihre Haltung betrachten. Sie sollen kontrollieren, ob Sie einen gekrümmten Rücken, hängende Schultern, keinen festen Bauch oder einen gesenkten Kopf haben. Wenn ja, dann sollen Sie etwas für Ihre Haltung tun.

Durch das regelmäßige Körper-Scannen verbessern Sie nicht nur ihre Haltung. Sie entwickeln ein Körperbewusstsein.

6. Führen Sie ein Trainingstagebuch

Trainingstagebücher sind nicht nur für professionelle Sportler wichtig. Jeder, der regelmäßig trainiert sollte ein Trainingstagebuch oder einen Blog führen. Das ist besonders für Anfänger wichtig. In den Trainingstagebüchern sollten neben persönlichen Daten, Trainingsziele (SAMRT-Ziele), Trainingsplänen, Ablauf des Trainings, auch Erfolge und Misserfolge stehen. Sie werden feststellen, dass das Führen eines Tagebuchs oder Blogs motivierend, spannend und sehr nützlich ist.

7. Trinken Sie sich gesund

Die allgemeine Aussage, dass wir zwei Liter Wasser pro Tag trinken sollen gilt nicht für jeden, sondern hängt vom Einzelnen ab. Wenn wir allerdings regelmäßig aktiv sind, dann sollen wir mehr trinken. Auch während der kalten Jahreszeit. Denn im Winter spüren wir den Durst i.d.R. nicht, aber schwitzen und verlieren somit auch Flüssigkeit.

Den Großteil der Flüssigkeiten nehmen wir mit unsrer Nahrung auf. Es ist wichtig, dass wir gesunde, kalorienfreie, zuckerfreie und fettfreie Flüssigkeiten zu uns nehmen.

Trinken Sie für ein paar Wochen täglich 500 ml Mineralwasser mehr und Sie werden sehen wie Ihre Konzentration, Ihre Energie und Ihre Haut sich verbessert.

8. Schaffen Sie Balance in Ihrem Fitnesstraining

Wenn Sie bestimmte Übungen lieben und sehr gerne machen besteht die Gefahr, sich nur auf diese Übungen zu beschränken. Es ist wirklich wichtig einen ausgewogenen Trainingsplan zu haben, der verschiedene Trainingselemente wie z.B. Krafttraining, Ausdauertraining, Flexibilitäts-, haltungsverbessernde Übungen und Entspannung beinhaltet. Wenn Sie das Gleichgewicht zwischen den verschiedenen Aktivitäten Ihres Trainings halten, reduzieren Sie das Verletzungsrisiko oder die Burnout-Gefahr und werden mit ziemlicher Sicherheit Ihre Leistung verbessern.

9. Trainieren Sie nicht immer so hart

Die Forschung zeigt, dass eine hohe Trainingsintensität unzählige Vorteile hat. Beispielsweise sind das eine höhere Laktatausschüttung, ein erhöhter Kalorienverbrauch oder eine  verbesserte Herzleistung. Aber auch ein sanfteres temporeiches Training hat eine Menge Vorteile, z.B. erhöhte Fettverbrennung, Stressabbau oder niedrigeren Blutdruck. Außerdem schwächt ein andauerndes hartes Training Ihr Immunsystem und lässt Sie anfälliger für Verletzungen und Krankheiten werden. Nutzen Sie in Ihrem Training die Hart-leicht-Regel. Diese besagt, dass Sie nach einem harten anspruchsvollen Training, weniger intensiv am nächsten Tag weiter trainieren sollten.

10. Lernen Sie neue Aktivitäten

Lernen Sie neue Aktivitäten, egal ob es um Surfen am Strand, Reiten, Boxen oder die Teilnahme an einen neuen Pilates-Kurs handelt. Wichtig ist es neue Bewegungsmuster zu lernen. Mit jeder neuen Aktivität erwerben Sie eine neue Fähigkeit. Wenn Sie immer dasselbe tun, was Sie normalerweise tun, passt Ihr Körper sich an die Bewegung an und er findet diese nicht mehr fördernd. Probieren Sie etwas Neues aus! So zwingen Sie Ihr Gehirn und Ihren Körper sich mit den neuen Bewegungsmustern auseinanderzusetzen, sie zu meistern und zu adaptieren, sowie mehr Freude und Spaß an den neuen Bewegungen haben.

Frage:

Einen wunderschönen Tag, mein Name ist Uwe, ich bin Personaltrainer und habe einen Kunden, welcher 43 Jahre alt ist und mit mir schon seit zwei Jahren trainiert. In den letzten Monaten hat sich sein Verhalten verändert, er wirkt unmotiviert, ist ständig gestresst, hat keine Freude mehr am Training. Ich habe ihn gefragt was mit ihm los sei, er meinte nur dass alles in Ordnung ist und er nur sehr viel arbeiten muss und sich sehr müde fühlt. Er fühlt sich gehetzt und ist ständig unter Zeitdruck.

Ich bin ein wenig ratlos, was kann ich tun um meinen Kunden zu motivieren.

 

Antwort:

Hallo Uwe, es ist schwierig in diesem Fall eine Ferndiagnose zu stellen.

Mögliche Ursachen könnten aus meiner Sicht folgendes sein.

  1.  Übertraining ist bekanntermaßen ein leistungs- und motivationsmindernder Faktor. Bist du informiert über die sonstigen sportlichen Aktivitäten deines Kunden? Es ist wichtig, dass du einen Trainingsplan für seinen kompletten Sport erstellst. Nur so hast du Einfluss auf seine Regenerationsphasen und kannst diese bewerten.
  2.  Mangelende Motivation wird oft durch ein abwechslungsreiches Training vermieden. Meiner Erfahrung nach schleicht sich besonders über lange Trainingsperioden eine Monotonie ein. Es wird oft immer am selben Ort, mit denselben Geräten, mit dem gleichen Umfang und Dichte trainiert. Eine Variation hilft da sehr. Du kannst neue Trainingsmethoden und Trends wie Cross Training einsetzen. Vor allem ein Ortswechsel kann die Motivation erheblich steigern. Falls du es noch nicht machst, nimm einfach mal ein TRX-Band mit in den Park und trainiere unter freien Himmel. Hilfreich ist ebenfalls eine ständige Evaluation des Trainingsprozesses, bei der die Ziele ständig überprüft und anpasst werden. So ist der Kunde immer gefordert und erlebt Erfolgsmomente. Bei einer realistischen Zielsetzung wird dieser Effekt erreicht.
  3. Ursachen die durch das private Umfeld des Kunden bedingt sind

Die Symptome die du beschreibst können Warnsignale für ein beginnendes Burnout Syndrom sein. Dein Kunde fühlt sich gehetzt, ist müde und leidet unter chronischer Motivationslosigkeit, dies sind mögliche Hinweise für einen starken Stress. Auf der Seite http://www.palverlag.de/Burnout.html findest du hierzu einen ausführlichen und gut beschriebenen Artikel von Dr. Rolf Merkle, Diplom-Psychologe. In diesem Artikel sind weitere Symptome des Burnout Syndroms aufgeführt, wie z.B. Gereiztheit und körperliche Symptome (Kopf- und Rückenschmerzen, Magen-, Darm-Beschwerden, Schwindel, Herz-Kreislaufprobleme)

Es wäre evtl. sinnvoll, dass du dies prüfst. Du hast so die Möglichkeit diese Problematik mit deinem Kunden zu erörtern. Unabhängig hiervon ist mit Sicherheit davon auszugehen, dass dein Kunde sich sehr gestresst fühlt. Dies sind deutliche Anzeichen dafür, der sein vegetative Nervensystem sich nicht im Gleichgewichtzustand der Homöostase befindet. Es ist gut möglich dass die hohe Belastung sich als Diss-Stress auswirkt und die feine Balance des vegetativen Nervensystems zu Ungunsten des Parasympathikus verschoben ist.

Uwe, für dich als Trainer ist es also wichtig, den Parasympathikus zu stärken und Ruhe und Entspannung zu ermöglichen. Hierfür ist der Einsatz von Entspannungstechniken eine Möglichkeit effektive Wege zu mehr Ruhe und Gelassenheit zu finden.

Empfehle deinen Kunden passive Techniken zu nutzen und unterstütze ihn mit der Zunahme von aktiven Techniken in dein Programm. Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson und Meditation sind hierbei sehr gute Möglichkeiten. Du kannst Sie als Soforthilfe in den Trainingsplan integrieren und somit bei deinem Kunden Verspannungen lösen und ihn beruhigen.

Uwe, welche Technik für dich und deinen Kunden die Richtige ist solltet ihr in einem persönlichen Gespräch klären.

Auch Übungen die sich auf den Atem konzentrieren sind sinnvoll. Mit solchen Übungen kann in stressigen Situationen eine kleine Erholungspause verschafft werden. Sie beruhigen, entkrampfen und helfen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Besonders nach einen Trainingseinheit konntet du solche Übungen fest in dein Programm mit aufnehmen.

Ebenfalls kann es sinnvoll sein, am Ende des Trainings den Kunden passiv zu dehnen. Auch hier wird neben der Verletzungsprophylaxe und dem Verbessern der Muskel-Regeneration eine Reduktion des Muskeltonus und psychischen Entspannung erreicht. Nicht zu vergessen sind die Entspannungsmassagen, hier würde ich dir besonders die Fußreflexzonenmassage, Shiatsu oder Fernöstliche Massagearten, wie z.B. die Ayurveda-Massage empfehlen.

Uwe ich hoffe, dass ich dir mit meiner Antwort helfen konnte, es ist wichtig das du mit deinem Kunden sprichst und eine genaue Analyse seines Zustandes machst. Je genauer du weißt, was die Ursache ist, desto effektiver kannst du helfen. Dir noch viel Spaß und weiterhin viel Erfolg