Fitnesstrainer B-Lizenz bei der Medical Fitness Academy

Experten antworten – Motivation

Frage:

Einen wunderschönen Tag, mein Name ist Uwe, ich bin Personaltrainer und habe einen Kunden, welcher 43 Jahre alt ist und mit mir schon seit zwei Jahren trainiert. In den letzten Monaten hat sich sein Verhalten verändert, er wirkt unmotiviert, ist ständig gestresst, hat keine Freude mehr am Training. Ich habe ihn gefragt was mit ihm los sei, er meinte nur dass alles in Ordnung ist und er nur sehr viel arbeiten muss und sich sehr müde fühlt. Er fühlt sich gehetzt und ist ständig unter Zeitdruck.

Ich bin ein wenig ratlos, was kann ich tun um meinen Kunden zu motivieren.

 

Antwort:

Hallo Uwe, es ist schwierig in diesem Fall eine Ferndiagnose zu stellen.

Mögliche Ursachen könnten aus meiner Sicht folgendes sein.

  1.  Übertraining ist bekanntermaßen ein leistungs- und motivationsmindernder Faktor. Bist du informiert über die sonstigen sportlichen Aktivitäten deines Kunden? Es ist wichtig, dass du einen Trainingsplan für seinen kompletten Sport erstellst. Nur so hast du Einfluss auf seine Regenerationsphasen und kannst diese bewerten.
  2.  Mangelende Motivation wird oft durch ein abwechslungsreiches Training vermieden. Meiner Erfahrung nach schleicht sich besonders über lange Trainingsperioden eine Monotonie ein. Es wird oft immer am selben Ort, mit denselben Geräten, mit dem gleichen Umfang und Dichte trainiert. Eine Variation hilft da sehr. Du kannst neue Trainingsmethoden und Trends wie Cross Training einsetzen. Vor allem ein Ortswechsel kann die Motivation erheblich steigern. Falls du es noch nicht machst, nimm einfach mal ein TRX-Band mit in den Park und trainiere unter freien Himmel. Hilfreich ist ebenfalls eine ständige Evaluation des Trainingsprozesses, bei der die Ziele ständig überprüft und anpasst werden. So ist der Kunde immer gefordert und erlebt Erfolgsmomente. Bei einer realistischen Zielsetzung wird dieser Effekt erreicht.
  3. Ursachen die durch das private Umfeld des Kunden bedingt sind

Die Symptome die du beschreibst können Warnsignale für ein beginnendes Burnout Syndrom sein. Dein Kunde fühlt sich gehetzt, ist müde und leidet unter chronischer Motivationslosigkeit, dies sind mögliche Hinweise für einen starken Stress. Auf der Seite http://www.palverlag.de/Burnout.html findest du hierzu einen ausführlichen und gut beschriebenen Artikel von Dr. Rolf Merkle, Diplom-Psychologe. In diesem Artikel sind weitere Symptome des Burnout Syndroms aufgeführt, wie z.B. Gereiztheit und körperliche Symptome (Kopf- und Rückenschmerzen, Magen-, Darm-Beschwerden, Schwindel, Herz-Kreislaufprobleme)

Es wäre evtl. sinnvoll, dass du dies prüfst. Du hast so die Möglichkeit diese Problematik mit deinem Kunden zu erörtern. Unabhängig hiervon ist mit Sicherheit davon auszugehen, dass dein Kunde sich sehr gestresst fühlt. Dies sind deutliche Anzeichen dafür, der sein vegetative Nervensystem sich nicht im Gleichgewichtzustand der Homöostase befindet. Es ist gut möglich dass die hohe Belastung sich als Diss-Stress auswirkt und die feine Balance des vegetativen Nervensystems zu Ungunsten des Parasympathikus verschoben ist.

Uwe, für dich als Trainer ist es also wichtig, den Parasympathikus zu stärken und Ruhe und Entspannung zu ermöglichen. Hierfür ist der Einsatz von Entspannungstechniken eine Möglichkeit effektive Wege zu mehr Ruhe und Gelassenheit zu finden.

Empfehle deinen Kunden passive Techniken zu nutzen und unterstütze ihn mit der Zunahme von aktiven Techniken in dein Programm. Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson und Meditation sind hierbei sehr gute Möglichkeiten. Du kannst Sie als Soforthilfe in den Trainingsplan integrieren und somit bei deinem Kunden Verspannungen lösen und ihn beruhigen.

Uwe, welche Technik für dich und deinen Kunden die Richtige ist solltet ihr in einem persönlichen Gespräch klären.

Auch Übungen die sich auf den Atem konzentrieren sind sinnvoll. Mit solchen Übungen kann in stressigen Situationen eine kleine Erholungspause verschafft werden. Sie beruhigen, entkrampfen und helfen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Besonders nach einen Trainingseinheit konntet du solche Übungen fest in dein Programm mit aufnehmen.

Ebenfalls kann es sinnvoll sein, am Ende des Trainings den Kunden passiv zu dehnen. Auch hier wird neben der Verletzungsprophylaxe und dem Verbessern der Muskel-Regeneration eine Reduktion des Muskeltonus und psychischen Entspannung erreicht. Nicht zu vergessen sind die Entspannungsmassagen, hier würde ich dir besonders die Fußreflexzonenmassage, Shiatsu oder Fernöstliche Massagearten, wie z.B. die Ayurveda-Massage empfehlen.

Uwe ich hoffe, dass ich dir mit meiner Antwort helfen konnte, es ist wichtig das du mit deinem Kunden sprichst und eine genaue Analyse seines Zustandes machst. Je genauer du weißt, was die Ursache ist, desto effektiver kannst du helfen. Dir noch viel Spaß und weiterhin viel Erfolg

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